Riester Rente

Riester-Rente wechseln

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Kann man den Riester-Rente Anbieter wechseln?

Riester-Rente VergleichWer schon einen Riestervertrag abgeschlossen hat, der kann, wenn er einen günstigeren Anbieter findet mit seinem Vertrag auch zu einem anderen Anbieter wechseln. Oft stellt man erst beim Durchsehen seines Kontoauszugs fest, dass bei manchen Anbietern in den ersten Jahren annähernd die Hälfte der Beiträge und staatlichen Zulagen für Abschluss- und Verwaltungskosten abgezogen wird.

Wenn Sie unzufrieden mit Ihrem bisherigen Riester-Anbieter oder dem gewählten Produkt (Riester-Rente Klassisch, Riester-Rente Fondsgebunden, Wohn-Riester oder Riester-Banksparvertrag) sind, oder Sie haben das Gefühl, die Kosten Ihres Vertrages fressen Ihre Beiträge und Zulagen auf, macht es der Gesetzgeber möglich den Anbieter zu wechseln. Das Wechseln des Anbieters ist in der Regel ganz einfach.

Riester-Rente wechseln

Viele Riester-Kunden haben sich in der Boom-Zeit dieses Angebotes voreilig für eine Riester-Rente entschieden und denken jetzt über einen Wechsel oder gar eine Kündigung nach. In vielen Fällen ist es sinnvoll den Anbieter der Riester Rente zu wechseln. Bevor man sich entscheidet, ob man den Riester Rente Anbieter wechseln soll, sollte man den bestehenden Vertrag und das neue Angebot genau prüfen. Ein erstes wichtiges Kriterium ist die Höhe des bis zum Rentenbeginn angesparten Kapitals und die daraus resultierende monatliche Rente.
In einigen Fällen ist die monatliche Rente eines Riester-Fonds-Sparplans fast doppelt so hoch wie bei einer Riester Rente Versicherung oder Riester-Banksparplans. Um herauszufinden wie hoch der Unterschied ist, sollte man die Daten in der Riester-Versicherungsurkunde mit denen des Riester-Fonds-Sparplans vergleichen. Wichtig ist hierbei, dass man mit den gleichen Monatsbeiträgen rechnet und die bereits abgelaufene Spardauer berücksichtigt.
Oftmals entstehen durch den Anbieterwechsel Kosten, die aber in den Vertragsbedingungen des Anbieters geregelt sind. Meistens liegen diese Kosten bei etwa 50 Euro, die einmalig in Rechnung gestellt werden. Man sollte auch darauf achten, ob man aufgrund geringer Rückkaufswerte seine eingezahlten Beiträge überhaupt komplett zurück erhält. Jeder Riester-Sparer darf seinen Riester-Vertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Quartalsende kündigen. Dies ist geregelt und jedermann sein gutes Recht. Wer als Sparer beabsichtigt, zu einem anderen Riester-Anbieter zu wechseln, sollte den neuen Riester-Vertrag bereits abgeschlossen haben, bevor er die Kündigung eingereicht. Denn, wenn er sich das Geld aus dem alten Riester-Vertrag überweisen lässt, sind alle erhaltenen Zulagen und die ggf. gewährten Steuervorteile zurück zu zahlen.
Grundsätzlich hat aber jeder Riester-Sparer ein gesetzlich verbrieftes Recht auf den Wechsel des Anbieters. Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer, die sich selbstständig machen, verlieren ihr Recht auf die Riester-Förderung. Sie brauchen Ihren Riester-Vertrag jedoch nicht zu kündigen, sondern können ihn ebenfalls beitragsfrei stellen. Kommen Sie später wieder in den Genuss der Fördermaßnahmen, lassen sie den Riester-Vertrag einfach wieder aufheben. Der Wechsel von einem bestehendem Riesterprodukt zu einem anderen Riesterprodukt ist in der Regel mit Kosten verbunden.
Wechselt der Kunde seinen Vertrag nur innerhalb der Versicherung, sind die Wechselgebühren zumeist geringer. Der Abschluss eines neuen Riestervertrages kann auch wieder Geld kosten. Bis auf Banksparpläne fallen in aller Regel Provisionen, zum Beispiel in Form von Ausgabeaufschlägen an. Manchmal sind Versicherer bereit, die Aufschläge bei Neukundenakquisition zu senken. Die oft günstigere Alternative ist die Freistellung des laufenden und der Abschluss eines neuen Vertrages. Hierbei sparen Sie sich die Wechselkosten und erzielen beim neuen Anbieter eine höhere Rente. Außerdem muss der alte Anbieter die Auszahlung der bisher geflossenen Beiträge garantieren. Bei den in den neuen Vertrag fließenden Beiträgen ist dafür natürlich der neue Anbieter zuständig. Dennoch fallen auch beim neuen Anbieter wieder Abschlusskosten an. In jedem Falle sollte aber vor einer Entscheidung zur Kündigung genau geprüft werden, wie teuer eine solche Kündigung kommen würde und ob sich das wirklich lohnt. Es gibt aber durchaus Anbieter, bei denen eine deutliche höhere Rendite zu erzielen ist und der anfängliche Verlust durch die Kündigung schnell wieder wettgemacht wird.